Geschichte der Veste Streitwiesen

 

Streitwiesen ist die Stammburg eines Österreichischen Ministerialengeschlechtes und wird 1144 erstmalig urkundlich genannt. Ein Angehöriger aus dem Geschlechte der Herren von Stiefern kommt in den Besitz der Veste und nennt sich von da an nach diesem Besitz Ozo von Streitwiesen.

Die Streitwieser erwerben bedeutenden Besitz und bestehen in der männlichen Erbfolge bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts. Der letzte, Pernhart von Streytwiesen, ist urkundlich 1396 genannt, seine Tochter Johanna, verehelichte Pottendorf und spätere Ebersdorf, stirbt vermutlich vor 1442. Die Bedeutung des Geschlechtes geht nicht nur aus zahlreichen Urkunden, wo sie bei Gerichtssprüchen, Stiftungsbriefen und als Zeugen auftreten, hervor, auch ihre enge Beziehung zu den Babenbergern ist überliefert.

Unter Friedrich II. den Streitbaren (1230-1246) werden die Streitwieser als eine der vornehmsten Geschlechter genannt, die auch mit dem Passauer Bistum engen Kontakt hatten und im kirchlichen Beirat gewisse Schutzfunktionen und Vogteirechte für Passau ausübten. Bei einem Turnier in Wien-Penzing (1227) wird Konrad von Streitwiesen vom berühmten Minnesänger Ulrich von Lichtenstein in den Sand geworfen, was dieser in seinem "Frauendienst" auch erwähnt.

In seinen "Annales Austriae Viennae" berichtet Sigismund Calles auch von zwei Brüdern aus dem Geschlecht der Streitwieser, die - als sich Friedrich II. 1232 von Gebhart Bischof von Passau das Schwert bei den Schotten zu Wien umhängen lässt - an dieser prunkvollen Zeremonie teilnehmen. Beim Tode der letzten Babenbergerin, Königin Margarethe von Österreich im Jahre 1266, steht der zu ihrem Hofstaat gehörige Marquard von Streitwiesen an ihrem Sterbebett in der Burg Krumau am Kamp. Ob die Streitwieser auch zu den Gegnern der neuen habsburgischen Landherren gehörten und am Adelsaufstand 1296 beteiligt waren, der die Zerstörung der Burg zu Folge hätte, ist nicht bewiesen.

Nach dem Jahre 1396, als mit Pernhart das Geschlecht der Streitwieser erlosch, wechselte die Burg mehrfach seine Besitzer, bis diese unter die Verwaltung der Republik Österreich gestellt wurde. 1972 wird die Burgruine schließlich vom BUND ZUR ERRICHTUNG UND ERHALTUNG EINER ÖSTERREICHISCHEN JUGENDBURG erworben und zur Jugendburg Streitwiesen erklärt.

    

 

Chronologie der wichtigsten Besitzer

 

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1144 - (1396) 1434
Streitwieser

1144 erstmals urkundlich genannt
1396 im männlichen Stamm erloschen

   

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1434 - 1443
Fleischess


Österreichisches Adelsgeschlecht; erst mal 1277 genannt, belehnt zu Arndorf (1371); erloschen 1445
   

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1443 - 1546
Schrott

Österreichischer Zweig des Steirischen Uradelsgeschlechts.

  

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1536 - 1552
Kernparn

Landmanngeschlecht im Ritterstand, sonst ist von dieser Familie nichts weiter vorfindig; spätestens 1560 ist das Geschlecht der Kernparn erloschen.

   

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1550 - 1584
Rot von Reinprechtspölla

Österreichisches Landadelsgeschlecht; ansässig auf Streitwiesen bis etwa 1580; Erbauer aller Renaissance-Objekte und der südlichen Außenmauer mit den runden Ecktürmen.

   

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1797 - 1918
Habsburg Lothringen

1797 gelangen Gut und Burg Streitwiesen an die Herrschaft Pöggstall und damit in Besitz der Familie Habsburg Lothringen. 

 

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1919 - (1938, 1955 -) 1972
Republik Österreich

Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Burg Streitwiesen Eigentum der Republik Österreich und wurde von der österreichischen Bundesforste verwaltet.  

 

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1971 - heute
Bund zur Errichtung und Erhaltung einer österreichischen Jugendburg

Seit dem Erwerb durch den Bund zur Errichtung und Erhaltung einer österreichischen Jugendburg wurde die Burg restauriert und wieder, nach über 150 Jahren des Verfalls, einer sinnvollen Nutzung geöffnet.  

 
 

 

Chronologie im Detail


1144 kommt als erster urkundlich genanter Zeuge aus dieser angesehenen Familie ein Ozo von Streitwisen auf einem Schenkungsbrief  an die Pfarre Münchreut (Münichreith am Ostrong) vor.  

1160 der gleiche Ozo von Streitwiesen mit seinen Söhnen Heinrich und Chovnrad bei der Errichtung der Pfarre Nöchling.

1171 Chovnrad von Streitwisen bei einem Gerichtsspruch des Herzogs Heinrich II. zu Krems.  

1183 der gleiche Chovenrad von Streitwisen in Gesellschaft seines Nachbarn Eberhard von Bibaren (Pöbring) bei einem Gerichtsspruch Herzog Leopold VI. für die Prämonstratenser von Neustift nächst Freysingen.  

1190 Chovnrads Bruder Heinrich bei einem Gerichtsspruch des Herzogs Leopold VI. für eben dieses Neustift.  

1192 10. Jäner, ein Streitwieser zeichnet als Zeuge, als Kaiser Heinrich VI. auf dem Reichstag zu Regensburg in Gegenwart vieler Fürsten und edler Ministerialen, vorzüglichaus Österreich und der Steiermark, seine Bestätigung des Tauschvertrages zwischen Wolfker, Bischof von Passau, und Weikart von Seefeld (des Älteren und Herzog Leopold VI. Schenken) um das Gut Gnas und um die Vogtei zu Feldberg erteilte.  

1203 wird ein Konrad von Strivvisen als Hofdiener Herzog Leopold VII. genant.  

1209- 1212 in diesen Jahren wird ein Heinrich von Streitwesen in mehreren Melker Urkunden als Zeuge genant.  

1213 Henricus de Stritvisen in einem Diplom, welches Herzog Leopold VII. zu Eferding auf seinem Heereszug nach Aachen für das Stift Zwettl gegeben hatte; dann am 9. April auch Konrad von Streitwisen als Zeuge im ersten Lilienfelder Stiftsbrief, den Leopold VII. zu Klosterneuburg unterzeichnete.  

1217 Heinrich von Streitwisen in einem Diplom, worin Herzog Leopold VII. die Abtei Kremsmünster von der weltlichen Gerichtsbarkeit freispricht.  

1231 Erchinbert von Streitwesen
1232 in Anales Austriae Viennae nent Sigismund Calles unter den vornehmsten Geschlechtern, die unter Friedrich den Streitbaren in Wien blühten, auch die Streitwieser, und zwar bei folgender Gelegenheit:

„Am Lichtmesstag ließ der Herzog in seinem 21. Jahr, ehe er zum Kaiser nach Italien reiste, sich und 100 Rittern aus den ersten Häusern in der Kirche (bei den Schotten zu Wien) von Gebart, Bischof von Passau, das Schwert umhängen. Alle Ritter, in den Farben des österreichischen Schildes mit feinem rothen Tuche und weißer Leibbinde gekleidet, schienen Brüder Einer Familie zu seyn und gaben einen herrlichen Anblick. Auf stolzen, mit Purpurdecken und reichen, künstlich gearbeiteten Prunkgeschirren gezierten Pferden ritten sie unter ungeheurem Zulaufe des Volkes nach Penzing, des Abtes von Schotten Erdreich.“

Noch unter der Regierung dieses Herzogs tat sich Konrad von Streitwiesen (ein Jüngerer) besonders durch seinen Rittersinn hervor und wagte auch mit dem berühmten Helden und Sänger Ulrich von Lichtenstein, da dieser von seiner abenteuerlichen Fahrt als Königin Venus das große Stechen in Wien hielt, im Kampfe sich zu messen, jedoch mit unrühmlichen Erfolge, wie Ulrich selbst in seinem Frauendienste erzählt:

„Da ich wohl zwanzig Speern verstochen hatte, kam ein Ritter gegen mich, Herr Konrad von Streitwiesen, der schon viele hohe Dinge um Frauen getan hatte. Er führte ein starkes Speer, das er mir auf der Brust verstach, so dass es mir durch die Platte drang. Ich traf ihn oberhalb des Schildes am Halse so stark, dass er auf das Land fallen musste. Davon ward auf dem Felde ein großer Schall. Mancher sprach im Spotte so: Ei, wie die Königin Venus die Ritter hinsticht! Ich habe bei meinen Zeiten nie gesehen, dass Frauen also die Männer fällen können.“

1256- 1257

kommt in Zwettler Urkunden ein Marquard von Streitwisen mit seiner Gemahlin Offmia (Euphemia) und seinem Sohne vor, der auch Heinrich hieß und vielleicht des früheren Enkel war.  

1258 Marquard von Streitwesin unter den Zeugen bei einer Schenkung Otto`s von Stalleck an das Stift Zwettel im Schloss Krumbenau (Krumau).  

1263 dieser jüngere Heinrich von Streuwesen in einer Urkunde der Abtei Niederalteich.  

1266 am Allerheiligentage, schenkt Margaretha, die Gemahlin des böhmischen Ottokar, in ihrem Schloss Krumbenau das Gut Grafenberg an das von ihrem Vater Herzog Leopold VII. gestiftete Münster Lilienfeld; dies beurkundet auch Marquard von Stritwisen.  

1282 Heinrich von Streitwisen, Minesterialis, wird als Hofdiener Herzogs Albrecht I. genant.  

1288 verkauft Margaretha von Streitwisen, laut einer Urkunde des Habsburg`schen Hausarchives, mit Übereinstimmung ihres Sohnes Heinrich und ihrer Töchter Adelheid und Gertrud, an Herzog Albrecht I. ihre Güter zu Chyrichpach und Griezpach mit Kirchlehen, Forsten u.m.  

1290 kommt dieser jüngere Heinrich von Streitwiesen auch bei Weiteneck vor; ob er oder ein anderes gleichzeitiges Glied dieser Familie an der Verschwörung gegen Herzog Albrecht I. teilgenommen hat, ist nicht genau belegt, doch soll die Stammburg der Streitwieser im Zuge dieses Aufstandes der Adeligen 1291 zerstört worden sein; die Burg selbst wurde jedenfalls später dieser Familie wieder eingeräumt, in deren Besitz sie noch lange verblieb.  

1310 übergab ein Heinrich von Streitwiesen, vielleicht noch der letzterwähnte, dem Stifte Melk gewisse Beitzungen zu Hart (proprietatem bonorum), über welche er bisher Lehensherr gewesen war, und führte als Zeugen Konrad und dessen Bruder Albero von Streitwiesen, Friedrich von Leiden sowie Otto und Berthold von Pibrarn auf.  

1311 in der Osterwoche erklärten beide Brüder Konrad und Albero von Streitwiesen, dass sie dem Stifte Melk von einem Weingarten im Moderthal jährlich 32 Pfennig Bergrecht zu dienen schuldig wären. Zeugen: Fridrich von Leiden, Otto von Pibrarn, Rummhard von Rena, dan Otto, Heinrich und Hermann von Vrizenstorf.  

1313 verkauft Heinrich von Streitwiesen den Markt Altenisper an Herzog Friedrich III.  

1318- 1329 stiftet Frau Petrissa, Marquard`s von Hackenberg Witwe, von einem Lehngut in Gerhabnstorf (Gerersdorf bei Pöggstall) einen Jahrestag zu Melk für die Hackenbergische Familie und nennt unter den Zeugen ihren Bruder Albert von Streitwiesen, der auch in mehreren anderen Melker Urkunden bis 1329 zu finden ist.  

1337 werden mehrere Seitenglieder der Familie Streitwiesen in einem Stiftsbrief erwähnt, laut dessen Frau Blansch (Blanka Rudolphs von Lichtenstein, früher aber Albrecht`s von Streitwiesen Gemahlin), ihr Sohn erster Ehe, Alber von Streitwesen, und ihre beiden Töchter , Katharina (vermählte von Losenstein) und Agnes die Stiftung eines Jahrestages für ihre Familie vollziehen, wozu sie einen jährlichen Gelddienst auf einem Lehen zu Gerhabnstorf widmeten, den schon Blanka`s erster Gemahl in seinem Testament zu diesem frommen Zwecke bestimmt hatte. Die Urkunde ist gegeben zu Mollenberg (Mollenburg) des Sonntags zu Mitfassten (Lätare, der vierte Sonntag der Fastenzeit, gleichsam in der Mitte).  

1356- 1370 kommt in einer Melker Urkunde Albert der Streitweser vor, der auch 1368 dem von Herzog Otto dem Fröhlichen errichteten Ritterorden St. Georg beitrat und 1370 die Frau Katrey, Witwe des Ottokar`s von Ror, ehelichte, und die von ihr am hl. Auffartstage (Christi Himmelfahrt) bei den regulierten Chorherrn in St. Pölten zum Heile ihres ersten Gemahls gemachte Stiftung, in Gesellschaft ihres Bruders Georg Häusler und ihres Oheims Niclas Wildungsmauer, mitbekräftigte. Katrey, Friedrich Häuslers Tochter , nennt in dieser Urkunde die Chorherrn, von denen sie, nach damaliger Sitte, in die geistliche Bruderschaft (Verein zu guten Werken) aufgenommen war, „ihre Brüder in Gott“. – Der oben genannte weltliche St. Georgsorden hatte schon 1337 bei den Augustinern zu Wein seinen Anfang genommen, hieß gewöhnlich die Gesellschaft der Templojer (Societas Templois), erlosch als eine schwache Wiedergeburt des 1312 aufgehobenen Templer Ordens schon 1377 und ist also nicht mit dem später von Kaiser Friedrich III. in Wiener Neustadt gestifteten St. Georgs-Orden zu verwechseln (Fischer, notitia urbis Vindobonae).  

1374 Am Pfingstabend, verkaufte Hanns von Streitwiesen an den Ritter Rumharz von Rana (Schloß Ranna) eine Gült von 18 Gulden und 7 Pfennige Wiener Münze auf sieben behausten Gütern, Lehen und Hofstätten zu Gerasdorf. Von diesem Hans von Streitwiesen war 1775 im Stift Seisenstein noch die Grabinschrift zu lesen:

„Hir ligt begraben der Edl und Vest Hans von Streitwisen, Johana sein Hausfraw, und ihr Geschlecht. Den Gott genadt 1381“.

 

1385 Nach diesem Hanns von Streitwiesen kommt noch ein Bernhard von Streitwiesen vor, wahrscheinlich der letzte Man dieses uralten Ritterstammes. Seine Gemahlin hieß Catharina, geborene von Zelking, und war die Enkelin der Oberhofmeisterin Catharina von Zelking, geborene von Ror, von welcher folgende Urkunde vermeldet:

„Ich Weickhart Von Topel Von Kcharlsteten, und ich Stephan Von Topel sein Sun, wir vergehen offenlich an dem Prief, für uns und für all unser Erben und an stat unsers Lieben Oheims Pernharts Von Streitwisen, den wir die Zeit inegehabt haben mit Leib, und mit Gut, daz wir geurlaubt haben mit wol Verdachten Mut unser Lieben Musemen Frawn Johanna, dye Vormaln unsen Oheim säligen Hannsen von Streitwisen gehabt hat einen Zehent zu lösen umb hundert Phunt Phening Wiener Münzz Von Fran Katreyn sälig die Vormaln unsern Oheim säligen Herrn Albern Von Streitwisen gehabt hat und der Ir Von paiden Pruedern den Streitwisern ist, gelegen in Melkcher Pharr, Von ersthalben Zehent gelegen daß Fraeningaw, und an der Aw gegen UrVar über chlainen und grozzen, und daß Mairhofen halben Zehent und in der Aw chlainen und grozzen, und halben Zehent daß Maßlestorf chlainnen und grozzen, und auf dez Khrayer Hof doselbs zway Tail Zehent chlainen und grozzen und der Lehen ist; Von dem Hochgeporn Fürsten unsern genaedigen Hern Herzog Albrechten ze Österreich und mit dez Hant ez geschehen ist, dar auf Sy ir gut gelihen hat, daz Ir Von iren Wirt saeligen dem Wolkchenstraffer* warden ist also weschaidenlich, daz Si den Vorgenanten Zehent haben schol zu einen Satz für die vorgfenanten hundert Phunt Pfening als Satz unnd Landes Recht ist in Österreich. Warr awer daz Sy mit dem Tod abging, gefelt der Vorgenante Satz oder die hundert Phunt Phening dar umb der Satz stet, an ir Sun Hansen von Wolkchenstarf und an Albern seinen Prueder, und an ir Erben, wen das gut Von iren Vater hercheomen ist. Es hat awch unser Öheim Pernhart Von Stretiwisen und all sein Erben all Jahr wol ze lesen den Vorgenanten Zehent umb die Vorgenanten hundert Phunt Phening zwischen Weihnachten und Vaschang und ze chainer Zeit mer in dem Jar. Wier seyn auch des Vorgenanten Zehents ir recht Scherm und Gewer für all AnsPrach an stat unsers Lieben Oheims Pernhartes Von Streitwisen als Satz und Land Recht ist ze Österreich und do Von wechomen an fürbot und an Chlag an allz Recht Hawptgut und Schaden, waz Sy pei irn Trewn ungeswarn dar umb gePrechen mag. Daz ir daz stet, dar über geb wir Ir den Prief Versigelten mit meins Vorgenanten Weycharts und Stephans Von Topel Insigel. Der Sach ist Zewg durch unser fleizzigen Pet willen unser Lieber Öheim Wulfinch der Planchensteiner mit seinen anhangunden Insigel Im und seinen Erben an Schaden. Der Prief ist gegeben, do man zält Von Kristi Gepurd dreutzehen hundert Jar, dar nach in dem fünf und achßkisten Jar dez Mitichen am lesten Veirtag ze Phingsten.“

(Aus Kaltenegger`s Collectio chartarum veterum et sigillorum res et familias potissimum austriacas concernentium)

* Ein späterer Volkensdorf war der Gatte Elisabethen`s geborene von Zelking (der Muhme von Bernhard`s von Stretiwisen), zu welchem seine Schwiegermutter (die alte Obersthofmeisterin Catharina von Zelking und Großmutter der Catharina von Stretiwiesen) 1404 ihre letzten Tage (nach des Grafen von Hoheneck`s Genealogie und historische Beschreibung der Stände ob der Enns) „in solcher Gestalt verdingte daß er (ihr Ayd) sie inen haben soll selb fünfter, Sie einen Diener, einen Capellan, eine Jungfrau und eine Vogel-Dirn“, welche vermutlich die Vögel der Witwe wartet, so wie damals ein Kammermensch die Verrichtung im Zimmer, ein Kuchelmensch in der Küch und ein Hundsjunge die Besorgung der Hunde hatte.  

1396 Vom vermutlich letzten Streitwieser ist noch folgende Urkunde erhalten:

„Ich, Pernhart der Streytweser Vergich und Tun kunt allen den die den Brief lesent oder hörend lesen, die nu lebent, und hernach künftig sind. Daz mich der Erber Herre mein Lieber Oherm Stephan Von Topel Verrichtet, und Veranz, und mir ingeantwurtrt Hat, alles das Gut, das Er Von meiner wegen inegehabt hat alle die Weil und er mein Gerhab gewesen ist, und ich mit Leib und mit Gut hat innegehabt. Es sey Vest, Merkcht, Darffer, Aigen, Lehen, Purgrecht, Gült und Nutz, Erbgut und Varund Gut, wie das genant, oder wo das gelegen ist und alle Dinkh nichts ausgenommen, also, das Er meins Guts nicht mer inehat, wedeer Vil noch wenig und sag auch ich, und all mein Erben den Vorgenanten meinen Ohem Stephan Von Topel und all sein Erben des Vorgenanten Guts und Inhabers alles genßleich quitt, ledig und los. Also daz noch all mein Erben fürbas hintz allen seinen Erben Von des Vorgenanten Guts, und Inhabers wegen nimermer kain
AnsPrach noch Vordrung haben noch gewinen noch keins rechtens hintz Im darumb (...) in dhain Weg, und sullen auch Si daz haben in dem Lande ze Österreich, oder wo wir es haben. Wir seyn Lembtig oder Tod.“

Zeugen: Jorg und Albern Stüchs Von Trawtmanstorf und Hanns der Rukchendorfer, des Herzogs Albrechts ze Österreich Kamermaister.  

1407- 1438 Bernhard von Streitwiesn hinterließ eine Tochter, die Johanna hieß; über ihr Todesjahr besteht Unklarheit. Eine Mollenburger Urkunde vermeldet das Jahr 1442. Nun kommt aber im Protokolle der Pfarre Weiten noch eine Johanna von Streitwiesen vor, die 1458, am 27. Oktober, an diese Pfarre mehrere Joch Äcker, Wiesen, drei Waldstücke in Rafles, Brindl oder Osach genant, und eine bedeutende Weinzehent vermachte, mit der Bedinge, alle Jahre zwei Seelenämter für sie und ihre Familie in der Burgkapelle zu halten. (Die Abschrift des Schenkbriefes soll in der Consistorialkanzlei zu St. Pölten aufliegen. Noch bis vor etwa hundert Jahren bezahlte die Gemeinde von Streitwiesen vier Messen nach Weiten, nämlich für eine am 1. Tag der Bittwoche, am Markus-, Magdalena- und am Pfingstdienstag, an welchen Tag eine kleine Prozession von Weiten nach Streitwiesen ging.) Allein, da Bernhards Tochter wahrscheinlich schon 1442 verstorben ist, so dürfte die Jahreszahl 1458 im Weitener Kirchbuch verschrieben und etwa 1438 richtiger sein, oder es hat später noch eine andere Johanna von Streitwiesen gelebt. Jedoch nach Bernhard`s Tochter geschieht nirgendwo mehr eine Meldung von der Familie Streitwiesen; es lässt sich daher vermuten, dass mit Bernhard`s Tochter der Name dieses Edelstammes ausgestorben ist.

Den bereits zu Lebzeiten der Johanna von Streitwiesen scheint die Familie Fleischeß, die ohnehin in der Gegend belehnt war (Arndorf 1371), auch Streitwiesen schon besessen oder wenigstens einen Anteil davon gehabt zu haben, auf.  

1434 heißt es: der edelfeste Mathes Fleischeß zu Streitwiesen. Er starb kinderlos, und seines verstorbene Bruders (Hannsens zu Großmugel) drei Kinder Matheß der Jüngere, Katharina (Frau von Jakob Schrott) und Margaretha (Frau des Niklas Drumlein) verglichen sich 1441, am Montag nach dem Andreastag, über seine Verlassenschaft und teilten diese unter sich, jedoch mit Ausnahme des Zehents zu Mollenburg und Arndorf und de Besitzes der Veste Streitwiesen.  

1443 am 17. Jänner, verzichtet Margaretha Drumlein auf ihren Anteil an der Veste Streitwiesen und auf den halben Hof zu Pergarn, oberhalb Pöggstalls, und 1445 nach dem Tod ihres Bruders Mathes Fleischeß des Jüngeren, wahrscheinlich des letzten seiner Familie, empfing ihre Schwester Katharinna und deren Mann Jakob Schrott die Burg Streitwiesen vom Kaiser Friedrich III. zu Lehen.  

1463 starb Jakob Schrott laut Grabinschrift in der Burgkapelle.  

1500 nannte sich ein Probst der Chorherrn zu Waldhausen: Konrad Schrott von Streitwiesen und lebte, nachdem er das Stift fast ganz neu erbaut hatte, bis in das Jahr 1530.  

1506 Im Schiffe der Pfarrkirche Weiten links auf der gemalten Fenstertafel ob dem Altare liest man aus den altförmigen Buchstaben:

„Der Edel und Vest Partholom Schratt zu Streitwiesen. Ao 1506“  

1522 ist ein Albrechtsheimer als Besitzer von Streitwiesen angegeben, wie auch im Jahre 1530.  

1536 war auf Streitwiesen ansässig Anton Kernbarn, dessen Familie zwischen den Jahren 1556 und 1560 erlosch.  

1546 In der Seitenkapelle der Pfarrkirche Weiten zeigt ein Grabstein nebst dieser Jahreszahl den Namen: Leopold Schratt zu Streitwiesen und das in der „Chronologie der wichtigsten Besitzer“ angeführte Wappen der Familie Schrott.  

1550 ist Jakob Rot von Reinbrechtspölla im niederösterreichischen Landesstände-Archiv als Besitzer eingeschrieben. Das er und seine Frau Kordula, Tochter des Albrecht Kienast zu Tannbach, die Burg von Neuem 1556 erbaut hatte, beweist die, in ihrem Inhalt gewiss einzige und höchst erbauliche Steinschrift an der äußeren Wand des südwestlichen Rundturmes:

„Der Edl Vnd Vest Jacob Rot Zu Reinprechtspollan Vnd Streitwisen Vnd Fraw Kordula Sein Eelich Gemachl, Geporne Khienastin, Haben Dis Gepey On Schwais lerer Underthon Aus Aignem Seckhl Von Grvnt Aufferpavt Vnd Den Ersten Stain An Disen Thurn Gottlob Gelegt.

Actum 22. Tag Juny 1556.“

Leider genoss die gute Frau Kordula die mit solchem Bewusstsein erbaute neue Burg nur drei Jahre, hatte jedoch auf ihrem Sterbelager die Freude, in dem Gebäude, an dem nicht der Schweiß der Untertanen klebte, ihre ewige Ruhe zu finden. Denn an der Kapellenwand an der Evangeliumsseite sagte die (heute zum überwiegenden Teil zerstörte) Überschrift am Gesimse eines 4 Spannen breiten und 5 Spannen hohen Steines:

„1559 July starb die Edle wohl un tugenhafft Frau Cordula nd bestn Jacob Rott von Reinprechtspold zu wesch Eelich Gemachel geporne khien astin von Tanech der Seel der Almechtige Got Ein freliche Urstedt verleihen welle. Amen.“

 

1558 betrug „der zu vesten Streitwesen gehörigen Behausten Dienst von Mollendorf, Leoberstorff, Gerestorff, Ödt, Lasß, ein Weingarten zu Mollendorf, das Laymbl genannt, 6 Tagwerch, das Amt Geschwendt, wolfenreit und Habruck, 41 fl. 5 d 1 h des Vrkunth hat Er (Jakob Rott) diese Einlag (bei den Landständen) mit Aigner hanndt vnderschrieben vnnd mit seinem Angeborenen Petschaft verfertigt.

Actum Streitwesen 3. Novembr       J. Rott.“

Das Jakob Rott Protestant war, lässt sich vermuten nach Raupach`s „Presbyterologia Austriaca“, welche besagt, dass ein junger protestantischer Prediger, Andreas Kürstner, seine erste Anstellung in Streitwiesen hatte (Pröbing 1577) und an seine Stelle.

 

1578 ein Jakob Krell von Lempach (Laimbach), wo er vier Jahre das Predigeramt versehen hatte, nach Streitwiesen berufen wurde, aber dort seinen ersten Herrn nicht lange behalten hatte. Nun gibt der gleiche Bernhard Raupach in seiner „Presbyterologica Austriaca“ den Christoph von Fellendorf (als welcher er jedoch im niederösterreichischen Landesstände-Archiv nicht vorkommt) und berichtet zugleich Krell`s bei dem am 3. August 1580 zu Horn gehaltenen Examen geäußertes „Gravamen“ mit dessen eigenen Worten: „der vorige Herr hat dem Pfarrer geben 4 Gulden, weis nicht , ob`s dieser (Fellendorf) auch thun werde. Ist ihm zu gesagt, daß ein jedes Haus ihm geben soll 2 Batzen, kann nichts herausbringen.“ Zwar offenbarte sich bei dieser Visitation, daß dieser Pfarrer „ein schlechter Mann war, aber auch eine elende Pfarre hatte.“ Von der Examinationsbehörde wurde für nötig befunden, ihm aufzuerlegen, dass er

a)      die Augsburger Confession kaufen und lesen,

b)       einen jeden Insonderheit in der Beichte hören und absolviren,

c)       oft im Jahr und mit seiner Gemeinde communiciren und

d)       über die Getauften, Corpulirten und Vestorbenen ordentlich Register halten solle.  

1584 am 15. Mai wurde Gotthardt Vellnderndorf von Waradein als Käufer von Streitwiesen genehmigt aber erst.

 

1589 am 19. August im niederösterreichischen Gültenbuch angeschrieben. Dass er mit seinen drei Ehefrauen in der Burgkapelle zu Streitwiesen begraben liegt, besagt der Dortige Denkstein (heute allerdings kaum lesbar):

„Hir ligt begraben der Edl und Gestreng her Got n hart Völn der dendorffer von Wardein auf Streitvisse welcher gestorben ist den 19 Tag December des 15(?)9 isten eher und zuvor ist in Got verschiden die Edle Eren und Tugenthafte Frau Cattrina Ein Geporne zerredizkinner ist in Got enschlfen die edle erent tugentsame Frau Annna Eingeborene Lidlin ferner ist in Got verschieden die edle erent tugenhafte Frau Reickarta eingeborne Stainhaufin alle drei gewesen sein eheliche Gemalen denen Got vnd vns allen genedig sein welle. Amen.“

Wahrscheinlich stand and der vorletzten Stelle der Jahreszahl die Ziffer 8.  

1598 am 2. Jänner vermachte laut Testamentsanzeige im niederösterreichischen Landesstände-Archiv Elisabeth Velderndorf ihrem Gemahl Hans Bernhard von Peukhaimb auf Albrechtsberg an der großen Krems, nach neunjähriger Ehe, all ihr Hab und Gut, „auch die Veste und das ganze Ambt Streitwisen mit 40 Unterthanen“.  

1613 am 19. Mai wurde laut niederösterreichischen Gültenbuch Streitwiesen von diesem Peuckhaimb an Dietrich Halmar (Halbmayr) von Raitenbach und an dessen Frau Ana Genovefa geborene von Oedt verkauft; nachdem schon am 25. Dezember 1612 von den Brüdern Wolf Christoph und Haimeran von Vellnderndorff mehrere Traid- und Weinzehenten von Mollenburg; Leubersdorf und Gerestorff – die früher ebenfalls zum Gut Streitwiesen gehörten – an Franz Werner Streling überlassen wurden (niederösterreichisches Gültenbuch – Mollenburg, 1611).  

1622 am 14. Oktober , um elftausennd rheinische Gulden an den Erzherzog Leopold Kämmmerer, Christoph von Concin und dessen Frau Joanna, geborene Plarerin von Wortensee verkauft; von diesem  

1626 am 27. März, an den Landrat Constantin Grundmann von Falkenberg und dessen Frau Cäcilia, geborene Altmann von Altenau verkauft; nach der Chron. Lun. Heißt es, dass sich 1631 Grundmann von Falkenberg  auf Streitwiß und Egereg geschrieben habe. Von diesem wurde das Gut Streitwiesen.

 

1652 an Hanns Georg Sinich und dessen Frau Euphemia Salomo, geborene Richterspergerin (niederösterreichisches Gültenbuch) und von deren Söhnen Hanns Georg und Hanns Anton  

1681 am 8. Jänner, an Siegmund Friedrich Engl von Wagram verkauft; dieser behielt das Gut Streitwiesen nur bis zum 19. November des gleichen Jahres, denn ab diesem Tag scheint Friedrich Siegmund von Gestorf als Besitzer eingetragen. Von diesem erbte  

1683 am 9. August, seine Frau Anna Maria, geborene Heroldin. (Nach der Chron. Lun. Schrieb sich Georg Constantin Grundman von Falkenberg allerdings noch im Jahre 1689 Herr der Herrschaften Waldenfels, Streitwiesen und Egereckh.)

Nach dem Tod der Frau Anna von Gerstorf wurde „das Güetl, das in ganz schlechten standt steht vnd die vnterhanen vnd andere zugehörungen sehr abgenutzet vnd enerviret sind, für ihre Erben (das Kloster zum Himelportten, Frau Gans, Leopold Zimer. Apotheckhergsöll, und den Pupillen – unter Vormundschaft stehende Minderjähriger, Anm. d. Verf. – Nicolaum Zimerer) von Johann Gottfried Freiherr v. Clam sequestrirt“, - dann „samt dem Maierhofe Ödt und allem Zugehör“  

1697 „am 8 Dezember, zu schloß Rogendorf in Peggstall, an Adolp Graf v. Sinzendorf, welcher ohnehin eine von D. Stockhammmer abgelöste vnd auf Streitwiesen inhibirte post vber 8000fl. Nicht weniger wegen der bezahlten Landtsanlagen etliche hundert gulden zu fordern. Hatte, verkauft“

und 1699 im niederösterreichischen Gültenbuch angeschrieben. (Allerdings schreibt der Servitenpater und Historiker Justin Maria Kaltenegger, dass aus den landständischen, Pöggstall betreffenden Quittungen zu ersehen sei, „wegen der pro ao. 1693 verkauften Kays. Vicedombischer Urbar und drittel Landsteuer“ dass sich der unterzeichnete Obereinnehmer der 3. löbl. Stände, Georg von Sinich auf Streittwisen, und sich auch noch 1697 als „v. Sinich auf Streittwisen, Hr. v. Loosdorf und der Veste Hagendorf, Regent des Regiments N.Öst. Landen und landständischer Obereinnehmer“ unterschreibt.)  

1701 nennt sich jedoch Adolph Graf von Sinzendorf Gemahlin Ana Maximiliana im Stiftsbrief des Messergerichtes von Pöggstall ebenfalls Herrin von Streitwiesen. Aber ihr Sohn Joachim Graf von Sinzendorf, seit 1. April 1715 eingeschrieben, verkauft  

1752 am 9. November, Streitwiesen an Carl Anton Freiherr von Seldern, welcher nach angestrittener Bedenklichkeit über die Anschreibung im niederösterreichischen Gültenbuch, endlich diese am 29. November 1756 erhält.  

1777 am 28. Jänner, verkaufte die Witwe des Freiherrn von Seldern Ernestine, (geborene von Ermans zum schlug), das Gut um 264.200 fl. An den Vormund ihrer Kinder, den k.u.k. Kämmerer und Regierungsrat Rudolph Graf von Abensberg und Traun, der ebenfalls nach einigen Anständen, an die Gülte erst 1786 geschrieben wurde.  

1797 gelangten Gut und Burg Streitwiesen an die Herrschaft Pöggstall und damit in Besitz der Familie Habsburg Lothringen.  

1800- 1914 Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Burg immer mehr dem Verfall überlassen, Dachung und Steine wurden wahrscheinlich zum größten Teil 1860 abgebrochen und verkauft. Doch die Burg wurde immer noch bewohnt; der noch vor Ende der Siebzigerjahre im Ort Streitwiesen lebende Rentner Josef Mistelbauer, wurde auf der Burg geboren und wohnte dort als Kind mit seiner Familie noch bis zu Jahre 1914; erst in diesem Jahr wurde die Burg Streitwiesen von ihrem letzten Bewohnern verlassen und damit dem endgültigen Verfall preisgegeben.  

1919 Nach dem 1. Weltkrieg gelangte das Gut Streitwiesen in den Besitz des Kriegsgeschädigtenfonds und wurde unter die Verwaltung der Österreichischen Bundesforste gestellt, die es nach Auflösung des Kriegsgeschädigtenfonds für die Republik Österreich in Besitz nahmen.  

1938 Wurde das Gut Streitwiesen Eigentum des Deutschen Reiches und unter die Verwaltung der Reichsforste gestellt.  

1945 kommt das Gut Streitwiesen unter die Verwaltung der russischen Besatzungs-Kommandantur.  

1955 nach der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages wird die Burg Streitwiesen wieder Eigentum der Republik Österreich und erneut von den Österreichischen Bundesforsten verwaltet.

 

1972- 1997 wurde Streitwiesen vom Bund zur Errichtung und Erhaltung einer österreichischen Jugendburg erworben. Zum Vorsitzenden wurde Karl Turetschek gewählt. Unter seiner Führung wurde, im südwestlichen Teil der Burg, das Langhaus, die Kapelle, der Südwestturm und später auch der Palas wiedererrichtet und wohnlich gemacht. In diesen 25 Jahren wurde Streitwiesen zum internationalen Treffpunkt der Jugend. Unzählige Lager und Treffen wurden abgehalten. Streitwiesen wurde in der bündischen Jugend weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt.

1997- 2005 wurde Franz Zimmermann zum neuen Vorsitzenden, des Bundes zur Errichtung und Erhaltung einer österreichischen Jugendburg, gewählt. Unter seiner Führung wurde der große Bergfried, mit einem unglaublichen Arbeits-, Zeit- und Finanzaufwand, saniert.

 

2005- heute Stefan Illek wurde zum neuen Vorsitzenden des Bundes zur Errichtung und Erhaltung einer österreichischen Jugendburg gewählt. Er führt die Burg mit einer neuen komplett verjüngten Mannschaft im Vorstand.